Walter Hermann
Hier stellt Walter Hermann, langjähriger Wetterfrosch in Fritzlar und auf diversen Wettbewerben, seine Prognosen für Segelflieger im Raum südliches Niedersachsen, Südhessen und das nördliche Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Angaben sind natürlich unverbindlich und nicht zu Navigationszwecken geeignet.
 
 
 
 

Der heutige Montag, 20.06. ist deer beste Tag der Woche: ein kurzes Zwischenhoch stabilisiert die eingeflossene kühle Meeresluft, wird allerdings rasch von Westen her abgebaut. Dreiecke mit letztem Schenkel aus dem Osten kommend sind angesagt, da ab Mittag westlich des Rheins die Aufzugsbewölkung eines Tiefs, das vorderseitig eines Troges eingelagert ist, Abschirmungen heranführt.Der vertilkale Temperaturgradient mit einer Absinkinversion bei 2000 m ist gut und es wid überwiegend gute Wolkenthermik erwartet.

Am Dienstag zieht die Front über uns hinweg, geht aber in eine wellenförmige Struktur über, da der Trog abflacht und sich eine südwestliche Höhenströmung bildet. Somit ist auch der Mittwoch teilweise von Restbewölkung der sich auflösenden frontalen Struktur betroffen. In Verbindung mit massiver Warmluftadvektion baut sich ein Hoch auf, das allerdings durch die Warmluftadvektion die thermische Verhältnisse nicht begünstigt. So auch am Donnerstag, wo die Temperaturen verbreitet südlich des Mains über 30 Grad liegen und auch im Norden die Temperaturen ansteigen werden. Leider scheinen  dann schon wieder mit herannahen eines neuen Troges, der zunächst die Strömung aufsteilt, feucht labile Luftmassen die Oberhand zu gewinnen und Gewitter von West nach Ost fortschreitend das Land zu überziehen.



Die feuchtwarmen und labilen Lufmassen verlieren nur langsam ihren Einfluss auf die Mitte und den Süden Deutschlands, deren Schwerpunkt im Westen und Südwesten anzusehen ist. Insofern treten nach Erreichen der Auslösetemperatur erneut Überentwicklungen auf, bevorzugt im orographisch gut gegliedertem Gelände. Langsame Stabilisierung zur Wochenmitte, jedoch keine gänzliche Änderung der Wetterlage, weiterhin schwachgradientig mit geringer Verlagerung der Cb`und daraus entwickelnden Schauer und Gewitter sowie deren Abschirmungen. Eine Änderung ist ab Donnerstag in Sicht, wenn eine Austrogung über Skandinavien eine etwas kühlere Nordwestlage einleitet.



Wetterbestimmend ist ein neues Tief, das aus Polen westwärts wandert und erneut feucht-labile Luftmassen mit sich führt. Damit wird die Gewittertätigkeit  im Zusammenhang mit der sehr beständigen Großwetterlage Tief Mitteleuropa wiederholt angeregt. Bei geringen Luftdruckgegensätzen ist die Verlagerung der Gewitterzellen, teilweise in Schichtbewölkung eingelagert, recht gering was wiederum für örtlich länger anhaltendem Niederschlag mit Überschwemmungen spricht. Eine durchgreifende Änderung ist vor Sonntag kaum zu erwarten.



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